Neues vom Körnitzer Eulenturm

Die Jungeulen sind noch nicht ausgeflogen, während die Eulenmutti bereits im gegenüberliegenden Kasten die nächsten Eier gelegt hat und brütet.

Herzlich Willkommen in Körnitz!
Live aus dem Eulenturm (daran denken: Eulen sind Nachtaktiv, dann stört die Sonne auch nicht)

Die Eulen sind ausgewachsen, haben sich prächtig entwickelt. Die Nächte verbringen sie oft draußen auf dem Brett. Aber sie fliegen noch nicht.


Heute war wiedermal die Mitteldeutsche Zeitung zu Besuch, gemeinsam wurde der Eulenturm bestiegen. Dabei wurde entdeckt, dass im 2. Eulenkasten (gegenüber, auf der anderen Seite des Turmes) die Eulenmama bereits wieder brütet. Das gab es noch nie: Eine zweite Brut im selben Jahr.
Nun muss Papa allein für Mäusenachschub der “alten Brut” sorgen.


Nach drei Jahren fand heute erneut eine öffentliche Beringung statt. Die beiden Jahre zuvor klappte es mit dem Nachwuchs nicht. Die Besonderheit in diesem Jahr war, dass neben den vier Jungeulen auch sechs Turmfalken Ringe bekamen.

Die anwesenden Kinder durften sich also diesmal 10 Namen für die Jungvögel aussuchen.

Es war wieder eine sehr interessante, gelungene Beringung. Wann kann man schonmal Naturschutz aus nächster Nähe erleben?

Vielen Dank auch an die Eventschmiede Anhalt UG, die es trotz laufender Fußball-EM möglich machte, uns vor Ort mit “Speis und Trank” zu versorgen.


Körnitz hat eine neue Attraktion: Das Trafohäuschen und das gesamte Umfeld des Eulenturmes sind der neue Stolz des Dörfchens.

Dank der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH (ein Unternehmen der enviaM-Gruppe) wurde dies möglich. Kunstmaler Steffen Rogge unterstützte junge Körnitzerinnen dabei, das Häuschen mit wunderschönen Motiven zu versehen, die die berühmtesten Dorfbewohner geschickt in Szene setzen.
Ganz herzlichen Dank dafür auch an dieser Stelle!


Auweia, Mama und Papa kommen nach Hause. Beide auf einmal. Stramm stehen und respektvoll gucken! – Ich war’s nicht … ich auch nicht!


Für heute habe ich ein Gruppenvideo herausgesucht, auf dem also alle Jungeulen zu sehen sind. Außerdem sehen wir, wie man die Flügel zu Hilfe nehmen kann, um eine Maus zu vertilgen.


Was gibt es jeden Tag Neues, wenn der Ablauf in der Nacht stets ähnlich ist? Heute jedenfalls fällt auf, dass Mama Zeit zum Relaxen genießen kann.


Hier wird eine Maus in rekordverdächtigen 30 Sekunden verputzt:


Gern stehen die Eulen auch mal ein bisschen statt zu sitzen. Futter war immer ausreichend verfügbar. Naja, tagein tagaus Maus?
Aber wie man sehen kann, klappts auch in Selbstbedienung gut.


Tagsüber sind die Lichtverhältnisse so, dass es im Eulenkasten dunkel ist und man nichts erkennen kann. Abends ist ein kurzer Moment, in dem die Sonne vorbeizieht und das Innere beleuchtet. Heute hatten wir Glück. Im zweiten Video können wir staunen, wie groß sie geworden sind.


Im Eulenturm ist Alltag eingezogen. Der Abend – wenn die Sonne in den Kasten scheint – putzt man sich für die kommende Nacht heraus. Mama und Papa liefern gut, um Mitternacht ist genügend Mäusenachschub angeliefert, Mama kann ruhiger treten und schaut sich den Nachwuchs näher an.


Aus “gefüttert werden” ist inzwischen das “selbst Fressen” geworden. Neben Schlafen sind das die wichtigsten Aufgaben für die jungen Eulen. Das klappt immer besser. Die beiden Eltern schauen, ob alles OK ist und schaffen Mäuse ran. Alles Andere bekommen sie offensichtlich bereits alleine hin.

Eine Maus wird inzwischen in einer Minute gefuttert, nochmal 15 Sekunden, bis auch die Füße verschwunden sind. Aber nicht alle Geschwister sind so geschickt.


Wir können beobachten, dass die Eltern das Versorgen der Jungen ganz gut im Griff haben. Täglich werden mehr als genügend Mäuse angeflogen, die der Nachwuchs größtenteils selbst zu fressen vermag. Sei es in Form von durch Mama vorbereiteten Happen oder aber auch am Stück, was je nach Geschick unterschiedlich anstrengend sein kann. Jedenfalls bleibt genug Zeit zum entspannten Schmusen.


Neben Fressen und Schlafen wird Strecken immer wichtiger. Da die Eulen über Tage verteilt das Licht der Welt erblickten, kommt es zu den heute gut erkennbaren Größenunterschieden der Geschwister.


Heute haben wir Glück, die Jungeulen befinden sich heute auf der linken Seite der Box. Sie kuscheln aneinander. Der Eulenpapa scheint bei seiner täglichen Inspektion zufrieden zu sein.


Nicht alle Eier wurden an einem Tag gelegt, sondern etwa alle 1-2 Tage eins. Entsprechend verzögert schlüpfen die Küken. Während das Kleinste noch kleine Happen gefüttert bekommt, bedienen sich die Großen schon selbst am von der Mama vorbereiteten Buffet.


Die gefangenen Mäuse werden nicht sofort verfüttert. Meist liegen viele von ihnen im Eulenkasten rum. Vor dem Fressen werden die von Mama sortiert. Nur selten wird gefüttert. Die Jungtiere kommen schon recht gut selbst klar. Mal werden die Mäuse gerissen, oft aber auch im Ganzen geschluckt.


Jeder Abend beginnt mit ausgiebigem Putzen. Bei gutem Wetter wird die wärmende Sonne genossen. Die Eulen sind nachtaktiv. Am Tag ist nicht viel zu sehen, da stört es nicht, wenn der Kasten im Dunkeln ist. Ohne künstlichen Licht (verständlicherweise nicht nutzbar) bleibt uns nur die Möglichkeit von Infrarot-Aufnahmen. Drum überwiegen hier schwarz-weiß. Die Abendsonne bildet eine Ausnahme: Heute gibt’s ein Farbvideo!


Zu Beginn brachte Papa die Mäuse und Mama zerlegte sie vor dem Verzehr. Jetzt, wo die Jungeulen die Mäuse im Ganzen nach hinten würgen, jagen beide. Übrigens: Papa hat ein helleres Federkleid.


Nach Sonnenuntergang begutachtet Papa den Nachwuchs ganz genau. Danach geht es auf Mäusesuche. Viel wird noch nicht benötigt, aber eine ganze Maus kann eine Jungeule schon am Stück schlucken.


In der letzten Woche haben sie ganz schön zugenommen. An Mäusen scheint es auch nichts zu mangeln.

Sie sehen noch nicht wirklich schön aus. Aber so winzig wie sie noch sind, können sie schon ganz schön fauchen!

2 Eulen geschlüpft

Große Freude in Körnitz: Aus vier gelegten Eiern sind ersten beiden kleinen Schleiereulen geschlüpft. Wir hoffen, dass die anderen beiden Eier bis zum Ende der Woche auch ausgebrütet sein werden und sie alle gesund aufwachsen.

Heute entdeckten wir das erste Ei im Nest und trotz der Kälte legt die Schleiereule weitere.
Wir hoffen nun, 2024 wieder kleine Eulen im Turm aufwachsen sehen zu können und werden darüber berichten.

Seit dem 05. Januar sehen wir die Schleiereulen wieder abends in Körnitz fliegen und rufen.
In diesem Jahr hat das Paar lange überlegt, welchen Brutkasten sie im Eulenturm beziehen, denn seit dem 09.02.24 haben sie sich in beiden Kästen umgeschaut.


Ein Waschbär wurde beobachtet, wie er vom Tagquartier der Eulen nach unten kletterte.

Wir hoffen, dass der Eulenturm erneut zum Brüten auserwählt wird und uns schöne Erlebnisse beschert.

Leider findet nun auch keine öffentliche Eulenberingung 2023 statt. Aber wir hoffen auf eine Fortsetzung, vielleicht schon nächstes Jahr?

Drücken wir alle gemeinsam die Daumen, dass wir bald wieder “Naturschutz zum Anfassen” erleben können.

Die Internetseite wird über Neuigkeiten berichten.


Da ist Frau Eule hart: Wenn es zu wenig Futter für den Nachwuchs gibt, dann ist Nachwuchs tabu.

In guten Jahren liegen im Eulenkasten eine Menge gejagter Mäuse. Frau Eule ist glücklich … und meist klappt’s dann auch mit dem Nachwuchs. Dieses Jahr war diese Voraussetzung leider nicht erfüllt. Es gab keinen Nachwuchs.


Nur wer die zu schützende Natur selbst erleben darf, wird Naturschutz auch selbst leben. Die Körnitzer Eulen kann jeder erleben. Nicht nur auf Fotos, sondern auch bei der öffentlichen Beringung, zu der jeder herzlich eingeladen ist.

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